Konzert
Zola Mennenöh, Holly Schlott © Malwa Grabowska / D. Beercroft
EJC 2026 - Showcase-Programm Tag #2
Im Rahmen der European Jazz Conference 2026 kommt die internationale Jazzwelt nach Köln. Über 400 Veranstalter:innen, Festivals, Labels und Branchenvertreter:innen aus ganz Europa treffen sich in der Stadt, um über die Zukunft von Jazz und improvisierter Musik zu diskutieren.
Ein Herzstück der Konferenz ist das öffentliche Showcase Festival: ausgewählte deutsche Ensembles präsentieren sich live vor internationalem Fachpublikum – und vor euch. Drei Tage lang erlebt ihr einige der spannendsten aktuellen Stimmen des deutschen Jazz in besonderen Kölner Spielstätten.
Eine seltene Gelegenheit, die Szene von morgen schon heute zu entdecken.
Showcase-Programm Tag #2
25.09.2026
21:00 | Sartory Säle
Zola Mennenöh A LABOUR OF LOVE
Eigentlich umfasst der Begriff Soundscape (auf deutsch: Klanglandschaft) die akustische Gesamtheit eines spezifischen Ortes, mit all seinen Naturgeräuschen, Verkehrslärm und lauten wie leisen Stimmen. Diese Definition lässt sich auch nach innen kehren, um die mentale Gefasstheit von Menschen zu beschreiben. So in etwa ist die in Berlin wie in Kopenhagen lebende Sängerin und Komponistin Zola Mennenöh vorgegangen, als sie ihr Programm „A Labour of Love“ zu realisieren anfing. Um für ihre Überzeugungen einzustehen und ihrem Zorn über eine immer wilder werdende Welt um sie herum Nachdruck zu verleihen, tritt Mennenöh tatsächlich einen Schritt zurück und lässt das lyrische Timbre ihrer Stimme ebenso für sich sprechen wie den leisen Flow ihrer spoken words. Im Verbund mit den digital entwickelten Klangtexturen und einer ausdifferenzierten Dynamik der analogen Instrumente erschaffen diese imaginären Soundscapes eine mitreißende Emotionalität.
22.00 | Sartory Säle
Holly Schlott UNIQUE
Dass die Berliner Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin Holly Schlott ihr Ensemble Unique an den Start gebracht hat, ist von besonderer Bedeutung. „Musik kennt kein Geschlecht“, ist Schlott überzeugt, „aber Haltung!“ Für sie ist ihr Solist:innenensemble die Blaupause für eine Utopie: Musik funktioniert als Dialog zwischen den Insturmentalist:innen auf der Bühne und dem Publikum davor, so wie sie auch Verbindungen schafft zwischen den Generationen. Sie baut Brücken über Gräben hinweg, ist aber auch Ausdruck gelebter Identität. Unique spielt keinen klassischen Orchester-Jazz. Vielmehr liefert diese elfköpfige Band die Klangfülle für eine vielschichtige Kammermusik, wenn sie sie Gegensätze aufhebt und Widersprüche zulässt. Die Musiker:innen mögen das Melodische ebenso wie den konkreten Beat, sie wissen aber auch um die Spannung, wenn diese Parameter aufgelöst werden. Musik als Gegenentwurf zu den politischen Turbulenzen von Heute? Für Schlott und Unique passt das.
Das Konzert ist bestuhlt.
Der Konzertsaal ist barrierefrei zu erreichen.
Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.
Zola Mennenöh A LABOUR OF LOVE: Zola Mennenöh (vocals, composition), Elisabeth Klinck (viola), Emily Wittbrodt (cello), Kathrin Pechlof (harp), Gintė Preisaitė (piano, synthesizer), Phil Donkin (bass), Holly Schlott UNIQUE: Eric Leuthäuser (vocals, effects), Zuza Jasínska (vocals, effects), Julie Sassoon (piano), Benjamin Geyer (syntheziser, effects), Julius Apriadi (vibraphone), Tanja Becker (trombone), Olga Amelchenko (saxophone), Birgitta Flick (saxophone), Orlando de Boeykens (tuba), Tilo Weber (drums), Holly Schlott (band leader, composition)
Jazz, Contemporary Jazz, Soundscape
Sartory Säle Beginn 21:00 Einlass 21:00
24 €/17 € erm. Vorverkauf Bitte beachten: Im Vorverkauf können je nach Anbieter Gebühren anfallen.
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