Stadtgarten Köln sichert Gesamtfinanzierung für Neubau des Konzertsaals
Bund fördert Neubauprojekt mit 3 Mio. Euro – Baustart für 2028 geplant
Der Stadtgarten Köln hat einen entscheidenden Meilenstein für die Zukunft des Hauses erreicht: Mit der heutigen Förderzusage des Bundes im Rahmen des Programms „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen“ (INK) ist die Gesamtfinanzierung für den Neubau des Konzertsaals gesichert.
Bereits seit 2023 arbeitet die Initiative Kölner Jazz Haus e.V. an den Planungen für die Weiterentwicklung des Stadtgarten. Herzstück des Konzerthauses ist der bestehende Konzertsaal, der den Anforderungen an einen zeitgemäßen Konzertbetrieb langfristig nicht mehr gerecht wird.
Der heutige Saal wurde 1986 eröffnet und feiert am 4. September 2026 seinen 40. Geburtstag. Über Jahrzehnte etablierte sich der Stadtgarten Köln als international vernetztes Europäisches Zentrum für Jazz und aktuelle Musik – eine in Deutschland einzigartige Spielstätte mit diesem Profil. Die räumlichen, technischen und energetischen Voraussetzungen des bestehenden Gebäudes entsprechen jedoch inzwischen nicht mehr den Anforderungen an einen Konzertort für Musikproduktion und Veranstaltungsbetrieb im 21. Jahrhundert.
Der Neubau umfasst einen modernen Konzertsaal mit deutlich verbesserter Akustik, zeitgemäßer technischer Infrastruktur sowie erweiterten Arbeits- und Produktionsflächen. Darüber hinaus stehen Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und energetische Modernisierung im Zentrum der Planungen.
„Diese Förderzusage ist ein enorm wichtiger Schritt für die Zukunft des Stadtgartens und für die Musikszenen in NRW. Sie zeigt, dass der Stadtgarten auch bundesweit als relevanter Kulturort wahrgenommen wird“, erklärt Ulla Oster, Vorsitzende der Initiative Kölner Jazz Haus e.V. „Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der Stadtgarten seine Erfolgsgeschichte auch in den kommenden Jahrzehnten fortschreiben kann – als Ort für künstlerische Innovation, internationale Vernetzung und musikalische Vielfalt.“
Mit dem Haushaltsbeschluss der Stadt Köln über 3 Mio. Euro Förderung für das Jahr 2026 wurde bereits ein starkes kommunales Signal für die Zukunft des Projekts gesetzt. Dass nun auch Bund und Land gemeinsam die verbleibende Finanzierungslücke schließen, ist für den Stadtgarten ein entscheidendes Zeichen zur Umsetzung des Vorhabens.
Der Dank des Stadtgarten gilt insbesondere der Stadt Köln, der Politik und der Verwaltung, die das Projekt seit mittlerweile mehr als zwei Jahren begleiten und unterstützen.
Geplant ist, den Bauantrag noch im Laufe des Jahres 2026 einzureichen. Der Baubeginn ist derzeit für Januar 2028 vorgesehen. Die Bauzeit soll etwa 16 Monate betragen, sodass die Wiedereröffnung zur Konzertsaison 2029 geplant werden kann.
Während der Bauphase soll der Betrieb des Stadtgarten weitgehend aufrechterhalten werden. Die Gastronomie wird lediglich für einen kurzen Zeitraum im Winter 2028 geschlossen. Der Klub JAKI wird zudem als Interimsstandort weiterhin für Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden.
Weitere Informationen sowie erste Einblicke in die Entwurfsplanung werden im Rahmen einer Pressekonferenz in den kommenden Wochen vorgestellt.
Für die architektonische Planung des Neubauprojekts zeichnet HUTTA Architektur unter der Leitung des Kölner Architekten Wolfgang Zeh verantwortlich.
Quelle: Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, 07. Mai 2026