Night of Stadtgarten
Festival zum 40sten Jubiläum
4. September 2026 | 19:00 | All Area
Wir feiern 40 Jahre Stadtgarten Köln! Am 04. September 1986 wurde der Konzertsaal eröffnet. Am 04. September 2026 laden wir aus diesem Anlass zur Night of Stadtgarten ein: Ein Festival, das mit rund 20 Konzerten auf der großen Außenbühne und auf allen Bühnen des Hauses die vergangenen und die nächsten 40 Jahre Stadtgarten feiert - und insbesondere die Zukunft kreativer Musik.
Das Konzertprogramm besteht aus Beiträgen nationaler und internationaler Künstler:innen, die wir eingeladen haben, ihre Wunschprojekte auf die Bühne zu bringen. Entstanden ist ein besonderes Jubiläumsfestival aus zum Teil exklusiven Besetzungen, dessen musikalische Bandbreite die Vielfalt des aktuellen Musiklebens und damit des Stadtgarten abbildet. Gleiches gilt für die anschließende Party, bei der Cologne Sessions und weitere DJ-Kollektive bis in die frühen Morgenstunden zum Tanzen einladen.
Der Eintritt ist frei!
Zur Jubiläumsgraphik: Am 4. September 1986 eröffnete die Initiative Kölner Jazz Haus den damals neu gebauten Konzertsaal im Stadtgarten und schuf damit einen Ort, der sich schnell zu einem bedeutenden Dreh- und Angelpunkt kreativer und improvisierter Musik in Europa entwickelte. Unsere Jubiläumsgraphik greift diese Geschichte als Wimmelbild auf, versammelt Musiker:innen, Mitwirkende, Konzertmomente und Begegnungen aus Vergangenheit und Gegenwart und lädt zur Suche ein. Alle Fotocredits finden sich hier auf der Webseite unter dem Menupunkt "Presse".
Konzertprogramm
Die Patin - Saxophon Mafia Mash Up (DE, AR, FR)
Die Kölner Saxophon Mafia hat jahrzehntelang in der hiesigen Szene und international mit ihrem filigranen Zusammenspiel Wellen geschlagen. Zur Eröffnung des Konzertsaals im Stadtgarten im Jahr 1986 gehörte sie zu den prägenden Acts des Festivals 50 Null Null. Für die Night of Stadtgarten greift Die Patin – Saxophon Mafia Mash Up diese Geschichte auf und transformiert sie in die Gegenwart: Saxophonistin, Komponistin und ehemalige NICA artist Luise Volkmann erzählt sie am Ort ihres Beginns 40 Jahre später weiter – gemeinsam mit den Tenorsaxofonistinnen Camila Nebbia und Sakina Abdou sowie Kira Linn am Baritonsaxophon. Im Austausch mit den Mitgliedern der Saxophon Mafia übernimmt Volkmann die Rolle der Patin: Sie holt Stücke aus dem Bandbook der Gruppe zurück auf die Bühne, die in neuen Arrangements neue Blickwinkel, Verdrehungen und Schmeicheleien erfahren.
Luise Volkmann (alto & soprano saxophone)
Camila Nebbia (tenor saxophone)
Sakina Abdou (tenor saxophone)
Kira Linn (baritone saxophone)
Earth Tones (DE)
Das Trio Earth Tones erforscht Drones auf Streichinstrumenten und eröffnet damit einen ungewöhnlichen Zugang zu zeitgenössischer Klangkunst. Aus einer offenen, hörenden Haltung heraus entstehen Schwebungen, feine rhythmische Impulse und subtil modulierte Obertonfelder, die sich zu einer konzentrierten Dramaturgie verdichten – ein dynamisch vibrierendes Hörerlebnis zwischen Neuer Musik, improvisierter Klangforschung und experimenteller Sound Art.
Emily Wittbrodt (cello)
Akiko Ahrendt (violin)
Stefan Schönegg (double bass)
- special guest
Federation of the Groove (DE)
Ob Funk oder Fusion, ob griffiger Soul, satter Blues oder perlender Straight-Ahead-Jazz: Im Quartett der Federation of the Groove beherrscht keine Spielform die jeweils andere, vielmehr greift alles virtuos ineinander, groovt miteinander, ebenso konzentriert wie leidenschaftlich. Mitreißend musikalisch, entspannt, aber nie spannungsarm, verknüpfen die vier Kölner ihre eigenen kreativen Ideen mit ihrem Respekt vor der Tradition.
Martin Sasse (piano)
Bruno Müller (guitar)
Claus Fischer (bass)
Hendrick Smock (drums)
Fun Horns (DE)
Die in Ostberlin gegründeten Fun Horns werden, wie der Stadtgarten, 40 Jahre alt – ein schöner Anlass, das Quartett erneut einzuladen, das 1990 erstmals auf der Bühne des Konzertsaals spielte. Ihr neues Programm ist dem 100. Geburtstag von Miles Davis gewidmet, insbesondere seinem Album Kind of Blue, das stilistisch wie emotional tiefe Spuren hinterlassen hat. In der Klangsprache eines kammermusikalisch improvisierenden Bläserquartetts und mit Energie, Humor und Tiefe beleuchten die Fun Horns diese Musik neu – respektvoll, frei und mit jener Offenheit, die Kind of Blue einst so revolutionär machte.
Holly Schlott (soprano & alto saxophone, flute)
Falk Breitkreuz (tenor saxophone, bass clarinet)
Jörg Huke (trombone)
Nikolaus Neuser (trumpet, french horn)
Landfermann – Klein – Burgwinkel & special guest (DE)
Mit Niels Klein, Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel kommt eine weitere exklusive Besetzung zusammen. Bekannt aus ihren eigenen Formationen und internationalen Projekten, haben sich die drei renommierten Kölner Musiker und langjährigen Freunde als Trio zusammengefunden. Ausgehend von eigenen Kompositionen begeben sie sich auf eine musikalische Reise voller kraftvoller Improvisationen und spielfreudiger Interaktionen. Als Special Guest stößt eine weitere langjährige Weggefährtin hinzu – wer es ist, verraten wir erst am 4. September.
Niels Klein (soprano & tenor saxophone)
Robert Landfermann (double bass)
Jonas Burgwinkel (drums)
- special guest
Lucia Cadotsch & Jozef Dumoulin (CH, BE)
Aus dem engen musikalischen Austausch innerhalb der Band AKI ist ein neues Duo hervorgegangen: Die Sängerin Lucia Cadotsch und der Pianist Jozef Dumoulin verdichten ihre Zusammenarbeit zu einem intimen, konzentrierten Format, in dessen Mittelpunkt das Zusammenspiel von Stimme und Klavier steht – nuanciert, aufmerksam und detailreich. Die Musik schöpft aus Cadotschs persönlichem Songbook sowie neuem Material und bewegt sich mühelos zwischen Song und Improvisation. Beide sind dem Stadtgarten seit vielen Jahren eng verbunden und mit unterschiedlichsten Projekten immer wieder auf unseren Bühnen zu erleben.
Lucia Cadotsch (vocals)
Jozef Dumoulin (piano)
Manos Tsangaris & Hayden Chisholm (DE, NZ)
Wer alle Klischees von Saxophon und Schlagzeug hinter sich lässt, landet vielleicht bei Hayden Chisholm und Manos Tsangaris. Die Musik des Duos ist flexibel und durchsichtig. Sie changiert zwischen modaler und abstrakter Harmonik, ist fein im Ton und gewitzt in ihrer Klanglichkeit. Die beiden dem Stadtgarten seit vielen Jahren verbundenen Musiker versprechen: „Das Publikum erlebt eine kleine frische Brise.“
Manos Tsangaris (perc, text)
Hayden Chisholm (sax, div.)
Marta Warelis & Angelika Niescier (NL, DE)
Saxophonistin Angelika Niescier und Pianistin Marta Warelis spielen ohne Netz. Ihre Musik lebt vom Risiko des Moments: Improvisation und Komposition greifen ineinander, musikalische Ideen entstehen, kippen und nehmen unerwartete Wendungen – konzentriert, risikofreudig und von großer Intensität.
Niescier, eine Künstlerin auf Mission, definiert mit einer reichen Palette an Farben und virtuoser Technik seit einiger Zeit die Konturen der internationalen Jazzszene neu. Warelis‘ Experimentierfreude öffnet musikalisch Türen zwischen Jazz, Avantgarde und Improvisation; sie steht beispielhaft für eine neue Generation improvisierender Musikerinnen in Europa.
Marta Warelis (piano)
Angelika Niescier (alto saxophone)
MOLASS (DE)
Beim Winterjazz 2024 brachten sie die Bühne zum Brodeln – zum Jubiläum werden sie das wieder tun: MOLASS denken Neo Soul konsequent weiter. Ihr Sound ist eine vibrierende Fusion aus Funk, Jazz und elektronischen Einflüssen, getragen von der facettenreichen Stimme von Marissa Möller. Inspiriert von Künstler:innen wie Hiatus Kaiyote, Moses Sumney und The Alan Parsons Project erschafft die Band eine „Groovy Fairytale“, die zwischen hypnotischer Wärme und scharfen Kontrasten balanciert.
Marissa Möller (vocals)
Jan Lammert (keyboards)
Julian Schwiebert (bass)
Lambert Windges (drums)
Nils Petter Molvær (NO)
Für unser 40-jähriges Jubiläum kehrt Nils Petter Molvær mit einem seiner seltenen Solokonzerte unter freiem Himmel nach Köln zurück – exklusiv für die Night of Stadtgarten. Als Pionier eines elektroakustischen Jazz, der später unter Begriffen wie Future Jazz oder Nu Jazz bekannt wurde, prägt der norwegische Trompeter seit Jahrzehnten die Verbindung von Improvisation und elektronischer Musik. Sein unverwechselbarer Sound verbindet melancholische Trompetenlinien mit atmosphärischen Klanglandschaften und elektronischen Texturen. Trotz seines prägenden Einflusses sucht Molvær bis heute konsequent nach neuen Ausdrucksformen – und bleibt damit eine der relevantesten Stimmen zwischen Jazz und Elektronik.
Nils Petter Molvær (trumpet, electronics)
Neue Grafik (FR, UK)
Der Sound von Neue Grafik aka Fred N’thepe ist eine unverwechselbare Fusion aus Jazz, House und Hip-Hop, geprägt von seinen afrikanischen Wurzeln, seiner Pariser Herkunft und einer tiefen Verbundenheit mit Londoner Genres wie Broken Beat und Grime. Sein jüngstes Projekt Rachael, inspiriert von der gleichnamigen Figur aus Blade Runner, erzählt von der Liebe in all ihren Facetten – intim, roh, kraftvoll, organisch und ehrlich.
Fred N’thepe (keyboards, composition)
Demba Ndoye (bass)
Elle Shimada (violin)
Rebekka Salomea & friends (DE, KR)
"Art is supposed to comfort the disturbed and disturb the comfortable" (nach Cesar A. Cruz). Unter diesem Motto lädt Rebekka Salomea zu einem ersten Zusammentreffen besonderer Stimmen ein, eigens kuratiert für den Anlass des Jubiläums. 2026 wurde die Sängerin mit dem Deutschen Jazzpreis als "Künstlerin des Jahres" ausgezeichnet.
Die mehrdimensionalen Verstrickungen dieser vielversprechenden Konstellation reichen quer durch die Szenen von Köln, Amsterdam und Berlin. Entstanden im hauseigenen NICA artist development, in gemeinsamen Bandprojekten oder einfach durch Überschneidungen im musikalischen Geschmack. Und "friends", auf wie hinter der Bühne, haben noch niemandem geschadet. Ein Konzert als Spiegel unserer Zeit oder Gegenentwurf zu ihr – man wird sehen.
Rebekka Salomea (vocals)
Fabian Dudek (soprano & alto saxophone)
Pablo Giw (trumpet)
Arne Braun (guitar)
Chaerin Im (piano)
Leif Berger (drums)
RE:CALAMARI (DE, PL)
2026 feiern nicht nur der Stadtgarten und Pianist Pablo Held ihren 40. Geburtstag – auch der Kölner Bassist Oliver Lutz wird 40. Als prägende Figur der hiesigen Szene hat er mit RE:CALAMARI eine Band geschaffen, die laut Kölner Stadt-Anzeiger „virtuos und lustvoll lautmalend mühelos die Schwerkraft überwindet“. Tief in Melodien verwurzelt und zugleich voller Energie und Offenheit, entwickeln Lutz' Kompositionen einen pulsierenden Sog, der jedes Konzert zu einer Entdeckungsreise macht.
Marta Wajdzik (soprano & alto saxophone)
Pablo Held (piano)
Oliver Lutz (bass)
Peter Gall (drums)
Selendis Johnson & NYC meets CGN (US, DE)
Die New Yorker Posaunistin und Vibraphonistin Selendis Johnson arbeitet mit verschiedenen Musikstilen, besonders aber mit der Geschichte und Tradition der experimentellen, improvisierten Schwarz-amerikanischen Musik. Immer auf der Suche nach dem Neuen und dem gemeinschaftlichen Schaffen, entstehen ihre Stücke aus traditionellen Ansätzen, in denen die Musiker:innen und Instrumente zusammenwachsen, bevor sie die Strukturen zerlegen, Konventionen durchbrechen und gemeinschaftlich etwas Neues entstehen lassen.
Für die Night of Stadtgarten wurde Johnson eingeladen, ein neues Werk zu entwickeln und in ihrer Wunschbesetzung aufzuführen: Gemeinsam mit der ebenfalls in New York ansässigen Perkussionistin Orchid McRae trifft sie auf drei Musiker, die in Köln zu Hause und fest in der Szene verankert sind – Moritz Wesp, Jonas Engel und Florian Herzog.
Selendis Johnson (trombone, vibraphone)
Orchid McRae (drums, percussion, electronics)
Moritz Wesp (trombone)
Jonas Engel (alto saxophone)
Florian Herzog (double bass)
Stian Westerhus & Arve Hendriksen (NO)
Eigens für unser 40-jähriges Jubiläum kommen Arve Henriksen und Stian Westerhus als Duo zusammen – eine seltene Begegnung zweier außergewöhnlicher Musiker, die seit langem nicht mehr gemeinsam auf der Bühne standen. Beide verbindet eine lange Geschichte mit dem Stadtgarten. Zum Jubiläum knüpfen die beiden Norweger daran an – mit einer Musik, die Offenheit, Neugier und künstlerische Freiheit verkörpert und den Blick konsequent nach vorn richtet.
Stian Westerhus (guitar, vocals)
Arve Henriksen (trumpet)
Tamara Lukasheva & Matthias Schriefl - Matria(UA, DE)
Ist das Alpenjazz, Jodelfunk oder Folklore aus der Ukraine? Matthias Schriefl und Tamara Lukasheva verbinden verschiedene süddeutsche Volksmusikarten mit ukrainischer Volksmusik: ein groovendes Alphorn mit dem Gesang der ukrainischen Karpaten, Improvisation und Freiheit mit Tradition aus beiden Ländern. Wer den gebürtigen, nun schon länger im Rheinland lebenden Allgäuer Matthias Schriefl kennt, der kennt auch seinen bisweilen schrägen Humor. Tamara Lukasheva aus Odessa wohnt auch längst am Rhein, veröffentlichte zuletzt ihr Soloalbum Rilke vertont, auf dem sie deutsche Poesie vertont. Ihre Stimmsicherheit und Präzision machen sie zur idealen Partnerin für alle Eskapaden und spontanen Einfälle von Schriefl. Matria ist gewitzte Musik zwischen allen Stühlen.
Tamara Lukasheva (vocals, piano)
Matthias Schriefl (trumpet, reeds, diverse instruments)
The Resonators feat. Jelena Kuljić / Achim Kaufmann (DE, RS)
Offen, riskant und vollkommen im Moment: An der Schnittstelle von song- und textbasierter Improvisation, Grunge-Rock-Energie und kollektiver Ekstase entfaltet sich die Musik von The Resonators. Für Schlagzeuger, Komponist und NICA artist Thomas Sauerborn die "nahezu perfekte Abstraktion" jener Musik, die ihn seit seiner Kindheit bewegt.
Gemeinsam mit Sängerin und Performerin Jelena Kuljić und Pianist Achim Kaufmann verdichtet die Band aus Köln und Berlin ihre Musik zu einem dringlichen Gesamtklang, in den Gedichte von Lola Ridge und Alice Dunbar-Nelson eingebettet sind, eine Erzählung zwischen stiller Fragilität und eruptiver Energie. Zwischen leisen, schwebenden Momenten mit Anklängen an frühe ECM-Ästhetik und hochenergetischen Passagen, die an Anthony Braxton, Jimi Hendrix, Annette Peacock oder die Bitches-Brew-Ära von Miles Davis erinnern, entsteht so eine eigenständige kollektive Stimme.
Jelena Kuljić (vocals)
Frank Gratkowski (saxophone)
Sebastian Müller (guitar)
Achim Kaufmann (piano)
Reza Askari (bass)
Thomas Sauerborn (drums)
Late Night
Programm
Ab Mitternacht – All Area
DJ Money & MK Braun (Cologne Sessions)
Tobias Thomas (Total Confusion)
DJ AssTits, Slaymira & Juno.J (Hyperlove)
DJ Coco María, Buteo & Tom-Tom Discotec Special Crew