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Öffnungszeiten

Konzert

OgoyaNengo_100516

Tue 10.05.16 um 20:30h
Konzertsaal


Ogoya Nengo & The Dodo Women´s Group // Schneider Kacirek

Reconstructing Song

 

 

Kenyan Luo Roots vs. Krautronics. Gegen Ende der 1930er Jahre in einem kleinen Dorf am Ufer des Victoria Sees in Kenia geboren, wurde Anastasia Oluch aufgrund ihres stimmlichen Talents und ihrer tiefen Kenntnis der Luo-Kultur schon mit 13 Jahren zur Dodo-Sängerin ernannt, um mit ihrem Gesang zwischen den Menschen zu kommunizieren und gesellschaftliche Themen zu kommentieren. Unter ihrem neuen Namen Ogoya Nengo („The Priced One“) wurde sie rasch zur regionalen Berühmtheit, sang vor Häuptlingen, Kriegern, Missionaren und Kolonialbeamten und pflegt bis heute die inzwischen bedrohte traditionelle Kunstform des Dodo. Eine urwüchsig-erzählerische, schlicht polyphone Vokalmusik, von reduzierter, treibender Percussion begleitet, die im internationalen Rampenlicht immer noch erfrischend deplatziert wirkt.  Dennoch übertraf das Interesse an der ersten Europatournee von Ogoya Nengo mit ihrer Dodo Women´s Group alle Erwartungen. Auf wichtigen Festivals wie Africolor (Paris); Le Guess Who? (Utrecht) und OFF (Katowice) stießen die betagten Damen auf ein euphorisiches (und teilweise blutjunges) Publikum. Jetzt kommen sie mit ihrem zweiten Album "On Mande", das auf dem neuen Düsseldorfer Label TAL Recordings erscheint, zurück in den Stadtgarten.

TAL Recordings-Gründer, Bassist und Elektroniker Stefan Schneider, war zusammen mit dem Percussionisten Sven Kacirekin in den letzten Jahren im Auftrag von Goethe-Institut und Unesco mehrmals in Kenia unterwegs. Neben den beiden Alben von Ogoya Nengo entstanden dabei auch eine Fülle von Aufnahmen traditioneller Volksmusiken an unterschiedlichen ländlichen Orten. Nach zwei Alben, auf denen diese Field-Recordings ganz pur dokumentiert wurden, gehen sie mit „Shadows Documents“ (Bureau B) einen anderen Weg und übersetzen ihre in Kenia gewonnenen akustischen Eindrücke in reine, 'krautige' Elektronik, mit analogen Akzenten.  Eine zentrale Rolle spielt dabei das in der Stammesmusik so wichtige repetitiv-hypnotische Element bei gleichzeitig komplexer Rhythmik, das sich wie ein roter Faden durch die Projekte und Kollaborationen der beiden Musiker zieht: Bei Stefan Schneider u.a. in seinen Bands Kreidler und To Rococo Rot sowie auf seinen Alben mit Hans-Joachim Roedelius (Cluster),  bei Kacirek v.a. auf seinen Soloalben, insbesondere auf den hoch gelobten „Kenya Sessions“. Anders als bei verwandten Krautrock-Duos wie Dieter Moebius/Mani Neumeier oder Michael Rother/Klaus Dinger (= NEU!), spielt das Schlagzeug hier keine dominant-anteibende Rolle, sondern wird als Synthesizer-ähnlich  behandelt, fügt sich unmerklich in den Klang der anderen Instrumente ein, verschmilzt mit ihnen und wirkt eher wie ein Beobachter, der hin und wieder Akzente setzt, während die Synthesizer perkussive Aufgaben übernehmen. Die beiden Musiker haben u.a. auch mit Arto Lindsay, Bill Wells, Hans-Joachin Irmler (Faust), Hauschka, The Pastels, St. Etienne, Alexander Balanescu, Marc Ribot und Nils Frahm zusammengearbeitet.

 

[Line Up]

 

[Ogoya Nengo & The Dodo Women´s Group]

Anastasia Oluoch Akumu (aka Ogoya Nengo) -  leader / vocals

Margaret Ondiege Asin - vocals

Maria Auma Ochieng - vocals

Victor Oloo Omondi - Ohangla drum kit, Orutu (one string violin)

Joseph Oloo - vocals, solo Ohangla - Nyatiti (lyre)


[Schneider Kacirek]

Stefan Schneider -  electronics

Sven Kacirek - percussion, electronics
 

 

präsentiert von

 

 

 

 

 

 

"Lou Folk, Kenyan Roots, Krautronica"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Eintritt AK 15€ / VVK & AK erm. 12€
(keine Ermäßigung im VVK)

 

 

 



VVK: 12,00€
AK: 15/12€

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